22. Fachtagung Gebäude energetisch optimieren

Architektur und Energie
Do., 28. März 2019 9:00 bis 17:00 Uhr, Stadthalle Eckernförde


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Rückblick 16. Fachtagung am 22. März 2013
Schwerpunkte: Betriebserfahrungen, Vakuum-Dämmsysteme, Energetisches Monitoring, Einsatz von Passivhauskomponenten in der Sanierung, Energetische Sanierung von Bildungsstätten, Projektbeispiele
Nachfolgend stellen wir die Folien einiger Vorträge zum Download bereit.



Eckernförder Zeitung, 23.03.2013


Programm: Freitag, 22.03.2013
9:00 Uhr Sören Vollert, Dipl.-Ing.
KAplus Eckernförde
Begrüßung - Organisation
09:00 bis 09:10 Uhr Dietmar Steffens, Geschäftsführer
Stadtwerke Eckernförde
Grußworte
09:10 bis 09:20 Uhr Klaus-H. Petersen, Dipl.-Ing. Architekt BDA,
Stadtplaner DASL, Lübeck
Zweiter Vizepräsident AIK S.-H.
Grußworte
09:20 bis 10:00 Uhr Stefan Plesser, Dipl.-Ing. Architekt
Institut für Gebäude- und Solartechnik,
TU Braunschweig
20 Jahre Integrale Planung – Und was kommt jetzt?
Neue Herausforderungen an Wissenschaft und Praxis
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Pause / Ausstellung
10:45 bis 11:25 Uhr Martin Forstner, Dipl.-Ing. (FH) Architekt
Forstner Architekturbüro, Neumarkt
Bausichere Vakuum Dämmsysteme
Langjährige Erfahrungen und Projektbeispiele
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11:25 bis 12:05 Uhr Sebastian Dietz, M.Sc.
Fachbereich 1 - Ing.-wissenschaften I,
HTW Berlin
Plusenergie-Grundschule Hohen Neuendorf
Monitoring und Betriebserfahrungen
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Mittagspause / Ausstellung
13:35 bis 14:15 Uhr Prof. Gerd Jäger, Dipl.-Ing. Architekt BDA
baumschlager eberle Berlin
Ein Gebäude ohne Heizung und Kühlung

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14:15 bis 14:55 Uhr Arne Diedrich, Dipl.-Ing.
Institut für Gebäude- und Solartechnik,
TU Braunschweig
Energetische Sanierung von Bildungsstätten
Energie, Ökonomie und Komfort im Fokus
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Pause / Ausstellung
15:40 bis 16:20 Uhr Margrit Schaede, M.Sc.
Institut Wohnen und Umwelt GmbH
Darmstadt
Sanierung eines Verwaltungsgebäudes mit Passivhauskomponenten
Betriebserfahrungen
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16:20 bis 17:00 Uhr Werner Haase, Dipl.-Ing. (FH) Architekt
Architekturbüro Werner Haase, Karlstadt
Zukunftsfähige Energiekonzepte
Erfahrungen aus Planung und Betrieb
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ab 17:00 Uhr Schlusswort
+ Besuch der Ausstellung
ab 17:15 Uhr Apéro im Bistro des Meerwasserwellenbades Zum Ausklang der Tagung
laden die Stadtwerke Eckernförde ein.
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Vortragsinhalte:
Stefan Plesser
Dipl.-Ing. Architekt
Institut für Gebäude und Solartechnik
TU Braunschweig
Vortrag 1:
20 Jahre Integrale Planung – Und was kommt jetzt?
Neue Herausforderungen an Wissenschaft und Praxis
Fast jede Region kann heute fortschrittliche Projekte als Passiv-, Nullenergie- oder Plusenergiehaus vorweisen. Die steigenden Energiekosten, die CO2-Minderungsziele, der Wunsch nach einem innovativen Image und nicht zuletzt die Fortschreibung gesetzlicher Rahmenbedingungen treiben diese Entwicklung an. Zunehmend stellt sich jedoch heute die Frage, wie diese bekannten Wege zur Energieeffizienz nun nicht nur in Demonstrationsgebäuden, sondern als allgemeiner Standard umgesetzt werden können.
  • Kommen wir mit den mitunter komplexen Planungswerkzeugen zurecht oder können wir vereinfachen?
  • Wie machen wir innovative Konzepte so betriebssicher, dass sie auch bei beschleunigter Umsetzung ihre Planungsziele erreichen?
  • Kommen die Nutzer mit den neuen Gebäuden klar?
Schon heute zeigt sich, dass innovative Gebäude oft an einem übersteigerten Maß vermeintlich innovativer Technologien leiden und ohne Monitoring teilweise deutlich hinter ihren Zielen zurückbleiben: keine guten Voraussetzungen für die hohen Stückzahlen von Neubauten und Sanierungen, die allein bis 2020 realisiert werden müssen. Der Beitrag soll diese neuen Herausforderungen skizzieren und zur Diskussion stellen.


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Martin Forstner
Dipl.-Ing. (FH) Architekt
Forstner Architekturbüro, Neumarkt
Vortrag 2:
Bausichere Vakuum Dämmsysteme
Langjährige Erfahrungen und Projektbeispiele
Seit Anfang der 2000er Jahre wurden die ersten Vakuumdämmelemente im Bauwesen eingesetzt. Der Vorteil ist eine hohe Dämmwirkung bei sehr schlanker Bauweise. Allerdings gibt es bis heute bei Planern und Bauherren auch Vorbehalte gegenüber dieser neuen Technologie, denn ob das Vakuumdämmelement bei der Verarbeitung auf der Baustelle wirklich unversehrt bleibt ist fraglich. Und ist die hohe Dämmwirkung im eingebauten Zustand auch dauerhaft?
Im Rahmen vieler Forschungs- und Demonstrationsprojekte wurde der Einsatz von Vakuumdämmelementen umfassend untersucht. Mitlerweile gibt es für die Vakuumdämmelemente viele Einsatzgebiete und Entwicklungen, die eine praxistaugliche Verwendung ermöglichen. Z.B. wird bei heutigen Fertigbausystemen der Vakuumkern durch Randschichten ausreichend geschützt und eine bauschadensfreie und wirtschaftliche Lösung erreicht.


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Sebastian Dietz M.Sc.
Fachbereich 1, Ing.-wissenschaften I, HTW Berlin
Vortrag 3:
Plusenergie-Grundschule Hohen Neuendorf
Monitoring und Betriebserfahrungen
Die Plusenergie-Grundschule in Hohen Neuendorf ist ein Modellprojekt im Rahmen des Forschungsprogramms "Energieoptimiertes Bauen" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Der Neubau umfasst eine 3-zügige Grundschule mit integrierter Dreifeld-Sporthalle und wurde Mitte 2011 in Betrieb genommen.
Durch ein umfangreiches Monitoring mit ca. 500 Datenpunkten wird die Funktion aller technischen Komponenten überprüft und ausgewertet. Mit den Daten können die aufgestellten Ziele in Bezug auf Energieeffizienz und Nutzerkomfort geprüft werden. U.a. wird der Betrieb der Heizungs- und der Lüftungsanlagen ausgewertet und es wird über die Erfassung der Energiemengen des Verbrauchs und der Erzeugung (PV Anlage) der Nachweis des Plusenergiestandards geführt. In dem Vortrag wird über die Erfahrungen nach etwa einem Jahr Monitoring-Betrieb berichtet.


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Prof. Gerd Jäger
Dipl.-Ing. Architekt BDA
baumschlager eberle Berlin
Vortrag 4:
Ein Gebäude ohne Heizung und Kühlung
Gebäude brauchen immer weniger Energie, der Aufwand für diese Reduktion wird durch Unterhalt und Wartung immer höher. Die gegenwärtigen Versprechungen vom Haus als Kraftwerk scheitern oft am Störfaktor in der heilen Leistungsbilanz - dem Menschen. Weniger Energieeinsatz mit weniger Technik zu erreichen - das ist dagegen die planerische Absicht von Baumschlager Eberle. Es geht konkret darum, sinnvolle Zusammenhänge für den Nutzer aus den Gesetzmäßigkeiten der Natur abzuleiten, nicht aber die Natur durch eine technische Umwelt zu ersetzen.


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Arne Diedrich, Dipl.-Ing.
Institut für Gebäude und Solartechnik
TU Braunschweig
Vortrag 5:
Energetische Sanierung von Bildungsstätten
Energie, Ökonomie und Komfort im Fokus
Seit dem Jahr 2009 werden vermehrt Bildungseinrichtungen in Deutschland saniert. Mit der energetischen Sanierung von Schulen sollen mehrere Effekte erzielt werden: Zum einen soll der Energieverbrauch und CO2-Ausstoß verringert, zum anderen das Lernumfeld verbessert und das Bewusstsein für den Klimaschutz bei Schülerinnen und Schülern geweckt werden. Die Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden werden mit den jeweiligen Novellierungen der Energieeinsparverordnung - EnEV deutlich verschärft und komplexer.
Zahlreiche Studien belegen, dass Gebäude mit anspruchsvollen Energiekonzepten im Praxisbetrieb oft nicht die gesteckten Ziele erreichen. Deshalb besteht das Risiko, dass über die Investitionen in den Gebäudebestand nicht die erhofften positiven Effekte für den Klimaschutz und das Lernumfeld erzielt werden. Anhand der Gesamtsanierung von 19 Schulgebäuden werden die Schwerpunkte der Wirtschaftlichkeit, die erreichte Energieeffizienz unter Berücksichtigung des Einsatzes von regenerativen Energien sowie die Qualität des Innenraumklimas untersucht und bewertet.


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Margrit Schaede, M.Sc.
Institut Wohnen und Umwelt GmbH
Darmstadt
Vortrag 6:
Plusenergiegebäude Grundschule Niederheide
1. Neubau einer Grundschule mit Sporthalle in Hohen Neuendorf
Die energetische Sanierung bildet eine hervorragende Grundlage für einen niedrigen Energieverbrauch von Gebäuden. Die Praxis zeigt jedoch, dass häufig erst durch Monitoring und Betriebsoptimierung das gesamte Potenzial an Energieeinsparung ausgeschöpft werden kann.
Das Institut Wohnen und Umwelt ist im Frühjahr 2011 in ein mit Passivhauskomponenten saniertes Verwaltungsgebäude aus den 60er Jahren umgezogen. Bei der Sanierung wurden zusätzlich Konzepte zur passiven sommerlichen Kühlung und zur Reduktion des Stromverbrauchs umgesetzt. Nach Einzug wurde ein umfangreiches Monitoring installiert.
Im Vortrag werden Erfahrungen aus der Inbetriebnahmephase sowie Messergebnisse und Betriebsoptimierungen vorgestellt.


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Werner Haase
Dipl.-Ing. (FH) Architekt
Architekturbüro Werner Haase
Karlstadt
Vortrag 7:
Zukunftsfähige Energiekonzepte
Erfahrungen aus Planung und Betrieb
15 Jahre Erfahrung mit energiesparendem Bauen und trotzdem immer wieder spannend. Die Wende muss in der Denkrichtung erfolgen. An Hand von Projektergebnissen werden Energiekonzepte dargestellt, die umgesetzt bzw. sich in Planung befinden. Wichtig sind bei ambitionierten Projekten, dass die Energietechnik durch Simulationen begleitet wird und danach eine Monitorings-Phase mit Nachoptimierungen stattfindet.
(Foto: Haus am Garten - Münzinghof)


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Apéro im Bistro des Meerwasserwellenbades
Die Stadtwerke Eckernförde laden die Tagungsteilnehmer zu einem Ausklang mit kleinem Imbiss im Bistro-Bereich des Meerwasserwellenbades ein. Hier besteht die Möglichkeit, den Gedankenaustausch zu vertiefen. Das Meerwasserwellenbad befindet sich direkt am Strand in ca. 300 Meter Entfernung vom Tagungsort.


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